top of page

Zur Entsteheung der heutigen EU

Von der Gründung der EWG bis zur EFTA

10. Februar 1958:

Die Mitgliedstaaten legen einen einheitlichen Zolltarif für Kohle- und Stahlerzeugnisse fest. Frankreich und Italien werden Ausnahmeregelungen, sogenannte Abweichungen, zugestanden. Für eine Dauer von zwei Jahren dürfen sie bei bestimmten Erzeugnissen höhere Zölle verlangen.

19. März 1958:

In Straßburg findet die Eröffnungssitzung der Parlamentarischen Versammlung statt, zu deren Präsident Robert Schuman gewählt wird. Diese Versammlung löst diejenige der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ab.

15. April 1958:

In der ersten Ratsverordnung werden Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch als Amtssprachen der Gemeinschaften festgelegt.

20. April 1958:

Das Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, das das Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ersetzt, wird zum ersten Mal veröffentlicht. 

13. Mai 1958:

Die Sitzordnung der Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung bestimmt sich erstmals nach der Zugehörigkeit zu einer politischen Gruppierung und nicht nach der Staatsangehörigkeit.

3.-11. Juli 1958:

Auf einer Konferenz in Stresa (Italien) werden die Grundlagen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) geschaffen.

7. Juli 1958:

In Genf unterzeichnet Walter Hallstein eine förmliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).

7. Oktober 1958:

In Luxemburg wird der Europäische Gerichtshof errichtet, der an die Stelle des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) tritt.

4. Dezember 1958:

Der Rat der Gouverneure der Europäischen Investitionsbank (EIB) genehmigt die ersten Richtlinien für die Kreditpolitik der Bank.

29. Dezember 1958:

Das Europäische Währungsabkommen tritt in Kraft.

1. Januar 1959:

Es werden erste Maßnahmen zum schrittweisen Abbau der Zölle und Kontingente innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) getroffen.

3. März 1959:

Der Europäische Gerichtshof nimmt seine Verfahrensordnung an.

20. März 1959:

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt die ersten Darlehen.

5. Mai 1959:

Der Europäische Rat akzeptiert den "Dillon-Vorschlag" der Vereinigten Staaten über multilaterale Handelsverhandlungen im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT). Der Rat setzt einen Sonderausschuss ein, der die Kommission bei diesen Verhandlungen unterstützt.

8. Juni 1959:

Griechenland stellt einen Antrag auf Assoziierung mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).

22. Juni 1959:

Vertreter der Finanzbehörden der Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) kommen in drei Arbeitsgruppen zusammen. Sie sollen prüfen, ob eine Angleichung der Rechtsvorschriften über indirekte Abgaben möglich ist.

20.-21. Juli 1959:

Sieben Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa (OEEC) – Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich – beschließen die Errichtung einer Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

31. Juli 1959:

Die Türkei stellt einen Antrag auf Assoziierung mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).

10. September 1959:

Die Verhandlungen über die Assoziierung Griechenlands mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) werden aufgenommen.

27. September 1959:

Die Verhandlungen über die Assoziierung der Türkei mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) werden aufgenommen.

13. Oktober 1959:

Der belgische Außenminister Pierre Wigny regt an, die Hohe Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) sowie die EWG- und die Euratom-Kommission, die durch die Römischen Verträge geschaffen wurden, durch ein gemeinsames Organ zu ersetzen.

4. Januar 1960:

In Stockholm unterzeichnen Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich das Übereinkommen zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).

3. Mai 1960:

Das Stockholmer Übereinkommen zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) tritt in Kraft.

bottom of page