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Kapitel 1

Die Sonne geht im Osten auf

 

2. Die Entdeckung der alten Gesellschaft durch archäologische Ausgrabungen

(Altsteinzeit: 1,7 Mio bis 10'000 Jahre v. Chr.  -  Neolitikum:  10'000 bis 4'000 Jahre v. Chr.) 

Archäologische Fundorte von Relikten aus dem Neolithikum in China

Rekonstruiertes Haus

Banpo-Ausgrabungsstätte der Yangshao-Kultur

Knochenflöte

Länge 22,2 cm lang

ausgegraben in Jiahu, Provinz Henan

Gabelförmige Knochenwaren

Höhe 15,8 cm

ausgegraben in Jiahu, Provinz Henan

Woher kommt die Menschheit? Woher stammt die Chinesische Nation? Die Forschungsergebnisse der Archäologie und der Paläoanthropologie haben gezeigt, wie die Vorfahren dfer chinesischen Nation die Zivilisation entdeckten.

Forschungen an dem in Shanxi entdeckten, 45 Mio Jahre alten Fossils des Zhaishu-Affenmenschen, und an den Fossilen des 8 Millionen jahre alten Lama-Affenmenschen sowie des 1,7 Millionen Jahre alten Yuanmou-Menschen kamen zum Ergebnis, dass die frühen Vorfahren der Menschheit aus China stammten. Die steinzeitliche Epoche sah die Geburt der Zivilisation der chinesischen Nation. 

In der frühen Phase der Menschheit lebten sie in primitiven Gemeinschaften ohne Ehebeziehung, um der unbarmherzigen Herausforderung durch die Natur gewachsen zu sein. Erst in der späten Phase der Altsteinzeit formte sich die Sippengesellschaft. Vor etwa 100'000 Jahren trat die Sippengesellschaft schrittweise in die Zeit der matriarchalischen Gesellschaftsform ein. Vor etwa 6'000 - 7'000 Jahren erreichte die Materiarchalische Gesellschaft im Gebiet zwischen dem Gelben Fluss, dem Yangtse und dem Perl-Fluss ihren Höhepunkt. In dieser Zeit spielten die Frauen einen dominante Rolle in der Gesellschaft. Familieneigentum wurde von mütterlicher Seite vererbt und die Positionen in der Familienhhierarchie wurden gleichfalls mütterlicherseits bestimmt. Es etablierte sich ein System der Exogamie.              

Die Jiangzhai-Ausgrabungsstätte im Kreis Lintong, in der Provinz Shaanxi, förderte relativ gut erhaltene Überreste eines Dorfes im Becken des Gelben Flusses zutage, das vor etwa 4'600 bis 3'600 Jahren bestand. Dies sind auch die bisher grössten Ausgrabungen von Dorfruinen aus dem Neolithikum in China. Sie hat die Sozialstruktur und die Lebensweise in der matriarchalischen Gesellschaftsform verdeutlicht.

In der späten Jungsteinzeit schliesslich, spielten Männer eine dominierende Rolle in unterschiedlichen produktiven Aktivitäten. Nach und nach giengen alle Stämme zur patriarchalischen Sippengesellschaft über. Familieneigentum wurde von der väterlichen Linie geerbt und die Positionen in der Familienhierarchie wurden von der väterlichen Linie determiniert. Jagd und Fischerei standen damals in den produktiveb Aktivitäten der Menschen nach der archaischen Landwirtschaft und häuslichen Viehzucht nur an zweiter Stelle. Die Landwirtschaftliche Produktion und häusliche Viehzucht lag primär in der Hand der Männer, in diesem Bereich waren früher vor allem Frauen beschäftigt und sie spielten nun eine untergeortnete Rolle. Frauen beschränkten sich zu dieser Zeit eher auf die Hausarbeit wie z.B. Weben. Ein wichtiges Symbol der patriarchalischen Sippengesellschaft war das Aufkommen eines festeren und dauerhaften monogamischen Systems der Ehebeziehungen. Die gemeinsamen Gräber von erwachsenen Männern und Frauen tauchten zum ersten Mal in der späten Phase der Dawenkou-Kultur auf. Der Mann war unveränderlich in der Mitte mit je einer Frau zu beiden Seiten, die mit dem Gesicht nach oben oder aber dem Mann zugewendet lagen. Dieses Phänomen zeigt, dass die Eheform eine dramatische Veränderung erfuhr.

Vor 1,7 Millionen Jahren hatte der Yuanmou-Mensch bereits gelernt, Steinwerkzeuge herzustellen. Vor 800'000 Jahren wohnten die Lantian-Menschen im Gebiet des heutigen Kreises Lantian, in der Provinz Shaanxi. Forscher glauben, dass diese Affenmenschen die ersten stehend laufenden Wesen waren, auch wenn sie noch etwas gebeugt gingen. Die von ihnen hergestellten Steinwerkzeuge waren rauh und unhandlich.

Der Peking-Mensch, der vor 500'000 Jahren in Zhoukoudian beheimatet war, konnte schon aus Holz und Knochen einfache Werkzeuge herstellen und diese auch verwenden. Vom Jinniushan-Menschen vor 280'000 Jahren bis zum Dali-, Dingcun-, Maba-, Changjang- und Xujaiyao-Menschen vollzog sich schliesslich die evolution vom Affenmenschen zum Homo Sapiens.

In der späten Altsteinzeit hatte der Homo Sapiens wie z.B. die Heato-, die Shandingdong-, die Liujiang-, die Zuozhen-, die Xiacaowan- und die Ziyang-Menschen schon die neuen Fertigkeiten des schleifens und Bohrens usw. erworben und verwendeten diese Fertigkeiten bei der Herstellung von Steinwerkzeugen. Ausserdem wurden auch Schüsseln und Schiessbogen aus dieser Zeit gefunden.         

In der Altsteinzeit hatten sich die Affenmenschen allmälich zum modernen Menschen entwickelt. Die gesamte Altsteinzeit war durch die Herstellung von geschlagenen Steinwerkzeugen gekennzeichnet. Im Neolithikum wurden die Menschen sesshaft und praktizierten zur Gewinnung von Ackerland die Brandrodung. In dieser Zeit tauchten auch komplexere Steinwerkzeuge auf. Die vermutlich älteste Fabrik für die Produktion von Steinwerkzeugen wurde bei Ausgrabungen der alten Dayao-Kultur entdeckt. Mit Hilfe von scharfen Steinwerkzeugen begann der Mensch mit Jagen und Sammeln und verbesserte die Werkzeuge zum Fischen. Er lernte auch Töpferwaren und hölzerne Werkzeuge herzustellen und Stoff zu weben. Dadurch verbesserte er die Produktion von Gütern.                   

Die Shandingdong-Relikte, Zhoukoudian, Beijing

Ackerbau im Neolithikum

So stellen sich die Archäologen diese Aktivitäten vor

Mahlstein mit Stab Neolithikum

Der Mahlstein ist 56,5 cm und der Stab 41.5 cm langFundort Cishan,

Wu'an Provinz Hebei 

So haben vermutlich die Frauen in der Frühzeit gewoben      

Gorilla

heutiger Mensch

Peking-Mensch

Farbige Muster der Yangshao-Kultur

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